BreGIBS
BreGIBS stellt standortbezogene Informationen zur oberflächennahen Geothermie bereit. Das Angebot unterstützt bei einer ersten Einschätzung, ob und unter welchen Rahmenbedingungen die Nutzung von Erdwärme an einem Standort grundsätzlich in Betracht kommt.
Standort auswählen
Ein Standort kann über die Adresssuche oder direkt durch einen Klick in die Karte ausgewählt werden. Nach der Auswahl werden die für diesen Punkt verfügbaren Informationen automatisch ausgewertet.
- Adresse suchen oder gewünschten Bereich in der Karte aufsuchen.
- Gewünschten Standort in der Karte anklicken.
- Standortinformation öffnen und die angezeigten Hinweise prüfen.
- Bei einer konkreten Planung die Angaben durch eine fachliche und gegebenenfalls wasserrechtliche Prüfung ergänzen.
Welche Informationen werden angezeigt?
Je nach verfügbarer Datengrundlage kann die Standortauskunft unterschiedliche Informationen enthalten. Dazu gehören insbesondere:
- geothermische Eigenschaften des Untergrundes,
- Wärmeleitfähigkeit des Untergrundes,
- Hinweise zu Wasserschutzgebieten,
- weitere standortbezogene Einschränkungen und Hinweise.
Wärmeleitfähigkeit (WL)
Die Abkürzung WL steht für Wärmeleitfähigkeit. Sie beschreibt, wie gut ein Material Wärme weiterleiten kann. Die Wärmeleitfähigkeit wird üblicherweise in Watt pro Meter und Kelvin – W/(m·K) angegeben.
Für die oberflächennahe Geothermie ist die Wärmeleitfähigkeit eine wichtige Eigenschaft des Untergrundes. Sie beeinflusst, wie gut Wärme zwischen dem umgebenden Gestein beziehungsweise Boden und einer Erdwärmesonde übertragen werden kann.
Eine höhere Wärmeleitfähigkeit bedeutet, dass Wärme im Untergrund besser weitergeleitet werden kann. Bei einer geringeren Wärmeleitfähigkeit erfolgt der Wärmetransport entsprechend schlechter.
Die Wärmeleitfähigkeit ist jedoch nur eine Grundlage für die Planung einer Erdwärmesondenanlage. Aus einem WL-Wert allein kann weder die erforderliche Sondenlänge noch die Zulässigkeit einer Anlage bestimmt werden.
Für eine konkrete Dimensionierung müssen unter anderem der geologische Aufbau, die vorgesehenen Bohrtiefen, der Wärmebedarf beziehungsweise die benötigte Leistung und weitere technische Randbedingungen berücksichtigt werden.
Wasserschutzgebiete
Bei der Planung einer Erdwärmesondenanlage müssen neben den geothermischen Eigenschaften auch wasserrechtliche Rahmenbedingungen berücksichtigt werden.
Schutzzonen I und II
Schutzzonen IIIa und IIIb
In den Schutzzonen IIIa und IIIb bestehen besondere Anforderungen zum Schutz des Grundwassers. Eine Geothermieanlage kann dort nur eingeschränkt und nach Prüfung erlaubnisfähig sein.
Die Standortauskunft weist deshalb darauf hin, wenn sich der ausgewählte Standort innerhalb eines entsprechenden Wasserschutzgebietes befindet.
Wie sind die Ergebnisse zu verstehen?
Die angezeigten Informationen sollen eine erste standortbezogene Einschätzung ermöglichen. Eine günstige geothermische Eigenschaft bedeutet nicht automatisch, dass an diesem Standort ohne weitere Prüfung gebohrt werden kann.
Umgekehrt bedeutet eine einzelne Einschränkung nicht zwangsläufig, dass eine geothermische Nutzung grundsätzlich ausgeschlossen ist. Entscheidend sind die für den Standort geltenden fachlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Karten und Layer
Ergänzend zur Standortauskunft können geothermische Fachdaten als Kartenebenen dargestellt werden. Die Fachgruppen im linken Kartenbereich sind beim Start eingeklappt und können bei Bedarf geöffnet werden.
Weitere Fachdaten können über „Themen hinzufügen“ in die Kartenansicht übernommen werden.